Zahngoldspenden für gute Kinderbetreuung

Regionale Initiative Eschweiler Zahnärzte überbringt 19 555 Euro Spendenerlös an Kinderschutzbund

 

Eschweiler. Die Bandbreite der Angebote ist groß und anspruchsvoll: Der Kinderschutzbund Eschweiler tritt als Träger der „Kids Klubs“ sowie der Ganztagsbetreuung an fünf Grundschulen auf. Dies bedeutet, dass täglich rund 550 Kinder vor und nach der Schule bis 16 Uhr bei den Hausaufgaben, in der Freizeit sowie während aller Ferien qualifiziert betreut werden. Darüber hinaus bieten die Verantwortlichen mit der Vorsitzenden Mariethres Kaleß, der pädagogischen Leiterin Annemarie Weisser sowie 50 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern Beratungsangebote, Lobbyarbeit, Stadtteil- und Netzwerkarbeit zur Unterstützung von Kindern und Familien, Starthilfe und Patenschaften für Flüchtlinge sowie Berufsfindung, Praxisanleitung und Ausbildung zur Integration von Menschen in den Arbeitsmarkt an. Aufgaben, die Geld kosten. „Wobei zu bedenken ist, dass unser Angebot der Kinderbetreuung, anders als zum Beispiel bei Kindergärten, nicht vollständig finanziert wird“, macht Mariethres Kaleß deutlich.

Unterstützung schon seit Jahren

„Deshalb benötigen wir starke Hilfe, um die Kinder, die nur eine Schulkarriere zur Verfügung haben, bestmöglich unterstützen zu können.“ Auf starke und großzügige Hilfe von Seiten der Regionalen Initiative Eschweiler Zahnärzte, in der Dentisten der Indestadt, aber auch der Region vertreten sind, sowie vor allem deren Patienten, kann der Kinderschutzbund Eschweiler seit Jahren zählen. In den Praxen wird nämlich Zahngold gesammelt, das dann in der Goldscheideanstalt Hanau bearbeitet wird. Den Gesamterlös von 19 555 Euro überbrachten nun die Zahnärzte Dr. Dagmar Thielen-Lahoije, Detlef Grossmann, Dr. Werner Brocker, Dr. Walter Cherrier und Dr. Wolfgang Paulssen. „Wenn wir diese Unterstützung nicht hätten ...“, dankte Annemarie Weisser den Überbringern und natürlich den Patienten aus ganzen Herzen. Schließlich mache die Zahngold-Spende einen erheblichen Teil des jährlich benötigten Gesamtspendenaufkommens von rund 100 000 Euro aus, so die pädagogische Leiterin.

Es wird weiter gesammelt

Die Vertreter der Regionalen Initiative Eschweiler Zahnärzte hoffen, dass sich die bereits hohe Spendenfreudigkeit ihrer Patienten noch steigern lässt. „Schließlich bedeutet die Spende ganz praktische Hilfe für Kinder vor Ort. Womöglich sogar für die eigenen Kinder“, so Dagmar Thielen-Lahoije. Der Countdown für 2017 läuft. In den Praxen wird ausdrücklich auf die Möglichkeit zur Zahngoldspende hingewiesen – zum Wohle der Eschweiler Kinder. (ran)

Für die Überlassung des Berichtes danken wir ganz herzlich der Lokalredaktion der Eschweiler Nachrichten und der Eschweiler Zeitung.