Goldgräber“ überreichen stolze 22.500 Euro für den guten Zweck

Goldgräber“ überreichen stolze 22.500 Euro für den guten Zweck

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Rebekka Karbig (links) und Mariethres Kaleß (3.v.l.) freuten sich für den Kinderschutzbund, über 22.000 Euro nahm die Zahngoldsammlung diesmal ein. Der anwesende Teil der Zahnärzte: Walter Cherrier, Werner Brocker, Wolfgang Paulssen, Stephan Lamm und Dagmar Thielen-Lahoije (v.l.).

 

Eschweiler. Bronze, Silber und Gold – nicht ganz! Gegraben wird einmal im Jahr im Mund nach Edelmetallen, wenn der Ortsverein des Deutschen Kinderschutzbundes zur Zahngoldsammlung aufruft. Auch in diesem Jahr kam ein Teil der Regionalinitiative Eschweiler Zahnärzte dem Aufruf der Lobby für Kinder nach, 15 Praxen beteiligten sich und führten die veralteten Kronen ihrer Patienten dem guten Zweck zu.

Die an der Aktion beteiligten Ärzte

Detlef Grossmann, Walter Cherrier, Stephan Lamm, Dagmar Thielen-Lahoije, Michael Schömer, Ilona Slama, Susanne Rhiem, Wolfgang Paulssen, Werner Brocker, Ramona Babel-Welz, Ruth Wüllenweber, Nadine Müllers, Golnaz Manhouri, Edgar Großimlinghaus, Rudolf Josef Zimmermann, Praxisgemeinschaft Rebecca Lehmann-Kohleick

Knapp 22.500 Euro kamen bei der Sammlung von Zahngold, genauer gesagt Legierungen, zusammen, denn nicht nur Gold ist in den Kronen verarbeitet, auch andere Edelmetalle wie Platin finden sich in den Mündern wieder. Die Praxen sichern auf diese Weise die Finanzen des Deutschen Kinderschutzbundes in Eschweiler. Rund ein Viertel der benötigten Gelder kann mit der Sammlung eingeholt werden.

Mariethres Kaleß, Vorsitzende des Kinderschutzbundes, kurz DKSB OV Eschweiler, freute sich, dass die „Goldgräber“ mit dem erreichten Wert erneut den Schnitt erreicht haben, denn der liege erfahrungsgemäß zwischen 20.000 und 24.000 Euro.

Gemeinsam mit Rebekka Karbig, der neuen Pädagogischen Leitung des DKSB, diente die abschließende Runde zur jährlichen Sammlung dazu, in Austausch mit den Zahnarztpraxen zu kommen und über neue und anstehende Projekte zu informieren.

Erstens ist der erhöhte Bedarf an Fachkräften vor allem vor dem Hintergrund der flexiblen Betreuung am frühen Morgen festzustellen. Kitas, so Mariethres Kaleß, werden rege gebaut, aber es fehle an qualifiziertem Personal. Der DKSB möchte hier Lösungen anbieten, bildet Erzieher aus und beschäftigt sie anschließend. Anreize werden geschaffen, um gute Leute zu halten.

Das Männer-Projekt

Zweitens bemüht sich die Institution mit dem sogenannten Männer-Projekt, das männliche Wesen an den Beruf des Erziehers heranzuführen. Dabei sollen Hemmungen abgebaut und die Bedeutung herausgestellt werden, dass bei all den weiblichen Fachkräften auch der Mann für Kinder wichtig ist und als Rollenvorbild dient. Drittens betonte Kaleß die Netzwerkarbeit vom Westen bis in den Osten der Indestadt, beispielsweise Ferienprojekte und OGS-Plus-Programme.

„Wir bleiben an Bord“, versprach Dr. Werner Brocker, einer der sammelnden Ärzte. Nachdem die 15 Praxen die Edelmetalle für die Scheideanstalt vorbereitet hatten, ermittelte diese ebenfalls auf ehrenamtliche Weise den Wert. Der Kinderschutzbund kann also auch in der Zukunft mit mehr als 20.000 Euro für seine Kinder-Lobbyarbeit planen.

 Von: mah

Für die Überlassung des Berichtes danken wir ganz herzlich der Lokalradaktion der Eschweiler Nachrichten und der Eschweiler Zeitung.